
Möllenstedt legt mit Kaffeesatz-Statistik nach
von Werner Schulten
Kürzlich hatte der Bremer FDP-Chef behauptet:
„Eine Erhöhung des Regelsatzes werden die Empfängerinnen eher in den nächsten Schnapsladen tragen, als diesen in Vorsorge und selbstbestimmte Familienplanung zu investieren.“ und ein Anziehen der Daumenschrauben bei Hartz IV-Betroffenen gefordert.
http://www.bag-hartz-iv.de/index.php/beitraege/artikel/633-bremer-fdp-abgeordneter-fordert-ein-anziehen-der-daumenschrauben-bei-hartz-iv-geschaedigten
In einem Interview mit dem Bremer Anzeiger verkündete jetzt er die Vermutung, dass 15-20 % der Leistungsempfänger missbräuchlich Hartz IV kassieren.
Auf die Frage: „Wie hoch schätzen Sie die Zahl derjenigen ein, die nach Ihrer Meinung missbräuchlich Hartz IV kassieren?“ antwortete er: „Ich vermute, dass sich das in der Größenordnung von 15 bis 20 Prozent der Leistungsempfänger abspielt.“
Zur Erinnerung, aus einer Stellungnahme der Bundesagentur gegenüber der BAG Hartz IV:
„Hallo Herr Schulten, in unseren Ausführungen haben wir immer hingewiesen, dass wir von einer Missbrauchsquote von einem Prozent sprechen.“
Offenbar will Möllenstedt dies nicht zur Kenntnis nehmen, da diese belegte Angabe seinen geistigen Dünnpfiff durcheinander bringen könnte. Sein Daumenschraubenbeispiel will er allerdings nur symbolisch gemeint haben. Da haben die Hartzies ja noch mal Glück gehabt, dass auch dieser Pseudoliberale keine körperliche Folter fordert.
„Das ist selbstverständlich nur symbolisch gemeint. Ich halte es für wichtig, dass wir uns angesichts der großen Zahl von Leistungsempfängern auch mit der Frage auseinandersetzen, ob alle, die den Anspruch haben, vom Staat alimentiert zu werden, auch ihren Beitrag leisten. Hartz IV wurde unter der Prämisse ‚Fördern und Fordern’ eingeführt. Gefördert wird reichlich, das Fordern kommt mir in Bremen aber zu kurz.“
Bleibt Herrn Möllenstedt zugute zu halten, dass er Opfer seines eigenen unqualifizierten Geschwätzes ist und bei seinem täglichen Gang in den Schnapsladen seine Mitkäufer als Hartz IV-Betroffene identifiziert. Wie weit es mit seinen Vermutungen her ist, siehe oben. Hiernach hat er nur jeden 20. richtig eingestuft, die restlichen Kunden waren möglicherweise FDP-Politiker.
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Kommentare
Leider kommt es mit o. a. Artikel nicht ganz auf den Punkt gegen wen sich die Angriffe des "Herrn" Möllenstädt hauptsächlich richten.
Dieses kann man aber aus dem eingefügten Link entnehmen.
Beste Grüße
Hans-Dieter Wege
http://www.linksfraktion-bremen.de/buergerschaft/aktuell/detail/zurueck/aktuell-2/artikel/moellenstaedt-gibt-sich-als-mini-sarrazin-von-der-weser/
Dieser sozial-analphabet solle bitte beim Spiel mit dem Feuer aufpassen, dass er nicht dabei verbrennt.
Es zeigt sich wieder, dass die FDP eine reaktionäre Partei ist, die sich für die Plutokratie einsetzt. Schließlich soll die Demokratie nur den Leistungsträger n vorbehalten sein.
Wer nichts hat, ist nichts und bekommt nichts!
Freiheit im Verständnis der FDP
Aber mal ganz im "Ernst". Der Müllstatt, äh, Möllenstedt sollte sich lieber weiter auf seinem angestammten Tätigkeitsfeld tummeln: "Seeverkehrswirt schaft und Logistik". Da hat er genug Flüssiges und müßte nicht so erbärmliche Pieseltröpfchen auf anständige H4-Beschissene tropfen lassen.
War jedenfalls ein Genuß mit einigen Lachern dazwischen, wie Du's dem reichen Tropf und den übrigen 19 % FDP-Schnapskäufern um die Ohren gehauen hast. Du weißt ja, sowas mag ich! Auch mit wachsender Freude selber schreiben. Da ist die FDP mit ihren Dummfürzen doch tatsächlich mal zu was gut ...
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