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Kein Werben fürs Sterben.

Kein Werben fürs Sterben.

Am 06.09.2018 lädt die Bundeswehr im Berufsinformationszentrum (BIZ) der StädteRegion Aachen zu einer „Karriereberatung“ ein.

Dies ist nur eine von hunderten Veranstaltungen die die Bundewehr jedes Jahr durchführt, um jungen Erwerbslosen ein völlig falsches Bild des „Berufs“ des Soldaten zu vermitteln.

Hierbei schreckt sie auch nicht von der Anwerbung von Jugendlichen unter 18 Jahren zurück.

Allein im Jahr 2017 wurden über 2100 Minderjährige in der Bundeswehr ausgebildet.

 

Christian Walter Landessprecher der linksjugend [´solid] NRW meint dazu: “Das Bild, dass die Bundeswehr bei diesen Karriereberatungen vermittelt, entspricht einer Lagerfeuerromantik die es beim Militär nie gab, und nie geben wird. Es wird kein Wort darüber verloren, dass immer mehr Einsätze in Kriegsgebiete stattfinden, und von den Toten die diese Kriege fordern, ist auch keine Rede.“

Allein in Afghanistan sind bis jetzt 57 Soldaten und Soldatinnen gestorben um die deutschen Interessen am Hindukusch zu verteidigen.

Die Frage die man sich stellen muss ist jedoch, wessen Interessen dort verteidigt werden müssen.

Die der junge Erwerbslosen die bei solchen Veranstaltungen angeworben werden mit Sicherheit nicht.

Robert Schwedt Mitglied im SprecherInnenrat der Bundesarbeitsgemeinschaft Hartz IV der Partei DIE LINKE meint dazu: „Es ist unzumutbar das die Bundesagentur für Arbeit (BA) der Bundeswehr erlaubt in ihren Räumen junge Erwerbslose zu rekrutieren, solange sie nicht auch über die Risken informiert.

Es sollte auch der BA bekannt sein, dass Kriegseinsätze Todesopfer fordern und es im Nachgang dieser Einsätze häufig zu posttraumatischen Belastungsstörungen kommt.

Dass sie dies nicht tut, zeigt wie wenig die BA ihrer Fürsorgepflicht nachkommt.“

Es ist zu befürchten, dass durch die massive Aufstockung des Werbeetats der Bundeswehr, und durch die schlechten Berufsaussichten, viele junge Menschen dazu verleitet werden in der Bundeswehr einen sicheren Arbeitgeber zu sehen, und durch diese „Anstellung“ den Repressionen der Jobcenter zu entkommen.

Was sie dabei nicht bedenken ist, dass sie sprichwörtlich vom Regen in die Traufe kommen.  Kriegseinsätze sind kein Abenteuerurlaub und die Bundeswehr ist noch repressiver als das Jobcenter.  

Um auf diese Tatsache aufmerksam zu machen, dass in Deutschland die Bundeswehr öffentlich bei Jugendlichen für das Sterben wirbt, veranstaltet die linksjugend [´solid] NRW, in Verbindung mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Hartz IV am 06.09.2018 ab 13:30 eine Kundgebung vor dem Berufsinformationszentrum (BIZ) der StädteRegion Aachen, Roermonder Str. 51, 52072 Aachen.

Hier können sich Interessierte über die unhaltbare Anwerbung von Jugendlichen für die Bundeswehr informieren.